Erste Stammesfahrt zum Bundeshof der CPD in „Birkenfelde“

Dieses Wochenende war es endlich soweit. Unzählige Stunden und viel Schweiß hat es uns gekostet, aber es hat sich gelohnt.:D:!:

Der Neuanfang „Graf von Hajo“ war mit fünf seiner Sipplinge und vier der Älteren zu seiner ersten Stammesfahrt zum CPD – Bundeshof in Birkenfelde (Thüringen) unterwegs. Die Vorbereitungen und Planungen liefen über mehrere Wochen, den größten Teil davon haben wir unserer Älteren Shelly (Michelle) zu verdanken.:)

Um 14:30 Uhr haben wir uns am Freitag, dem 11.02.2022, bei unseren Räumlichkeiten der Hoyaer Kirche getroffen. Hier wurden die zusammengepackten Materialien sowie das Gepäck in den Kirchenbus verladen. Auch Protzi, der alte Banner der Hajos, der seit einigen Wochen wieder „im Einsatz“ ist, durfte selbstverständlich nicht fehlen. Nach einer kurzen Verabschiedung von den „Taxis“ (Großeltern und Eltern) ging es dann mit dem Kirchenbus erstmal gen Westen, hier mussten wir noch unsere Shelly einsammeln, die noch leider vorher arbeiten musste und daher nicht nach Hoya kommen konnte. Mit ihr im Gepäck ging es dann erstmal wieder zurück nach Hoya, da „die Kids“ (eigentlich ja Meikel) das Gallier-Sippenbuch dort haben liegen lassen. Freundlicherweise wurden unsere Ohren während dieser Odysee musikalisch durch Trissi mit seiner Mundharmonika verwöhnt. Ein wahrlich empfehlenswertes Erlebnis! *hust* Auf alle Fälle unvergesslich.

In Hoya angekommen mussten wir dann feststellen – das Sippenbuch ist ja doch schon dabei gewesen. Das Gelächter war groß, der kleine Umweg sorgte dann dafür, dass wir halt etwas später (erneut) loskamen als ursprünglich geplant.

Die Fahrt als solches war sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Wir haben viele Pfadfinderlieder gehört und gesungen aber auch moderne Songs abgespielt und hatten viel Freude. Mit Gitarre wars aber doch vorne etwas „kuschelig“ oder auch einfach nur verdammt eng… Trissi und Becki stopften neun hungrige Mäuler mit Mettbrötchen und Zimtschnecken. Die Zeit ging für die Strecke von 240km trotz Baustellen auf der Autobahn super schnell rum. Am Bundeshof angekommen führten Shelly und Meikel uns erstmal rum. Im Hofinneren mussten wir feststellen, dass die Brandschutzanlage eine Störung hatte – dies machte sich mit einem nervigen Piepton bemerkbar, welches sich nicht direkt von uns beheben lies. Wir beschlossen Kontakt zu den Hofmeistern/-sprechern Christian & Malte aufzunehmen. (Dickes sorry für die vielen Störungen am Wochenende!:saint:)

Nachdem der Bus ausgeräumt wurde, die Räumlichkeiten inspiziert waren, das Wasser angestellt war, wurden an alle Aufgaben verteilt und die erste Truppe bestehend aus Becky, Trissi, Jolina und Erik fuhr mit Falko nach Uder zum REWE. Dort wurde Verpflegung für die ganze Truppe eingekauft – hier mussten wir feststellen, dass unsere Vorbereitungen/Einkaufsliste besser hätte vorbereitet sein können. Hier geloben wir künftige Besserung und wollen uns für die nächste Fahrt das Leben durch genauere Planung einfacher machen. Zum Glück hat Becky Organisationstalent bewiesen und den Einkauf gemanagt. Am Hof wieder angekommen wurde alles verladen und das erste Essen vorbereitet. Mittlerweile brannten im Gruppenraum und in der Küche auch die Öfen, sodass es mittlerweile schön warm wurde. Meikel hatte zwischenzeitig mit Christian telefoniert (Falko parallel vom Auto aus mit Malte) und die Störung in der Brandmeldeanlage stummgeschaltet/gelöscht. Nach dem Essen verlief der Abend soweit fröhlich. Gegen Mitternacht sind solangsam die ersten Betten bezogen worden, da wir ja um 7 Uhr wieder aufstehen wollten. Trissi und Michi kamen noch auf die überragende Idee spontan Marshmallows mit Gabeln zu braten. Ein-zwei Stündchen später sind die beiden dann aber auch ins Bett.

Um kurz vor 7 Uhr klingelten dann die Wecker. Die meisten waren sich einig: Es war deutlich zu kalt und dadurch zu unbequem. Der Ofen im Raum ist vermutlich gegen drei Uhr ausgegangen. Erkenntnis: Die nächste Nacht brauchen wir eine Feuerwache, obwohl wir im Hof sind. Damit haben wir nicht gerechnet. Egal. Einige waren fix duschen und wurden dadurch richtig wach und konnten sich aufwärmen. Parallel hat Falko das Feuer im Gemeinschaftsraum wieder entfacht und das Küchenteam hat angefangen das Frühstück für die Truppe vorzubereiten. Es gab eine Andacht, weiterhin haben wir einige Pfadfinderlieder gesungen, zu denen Shelly und Falko uns mit der Gitarre begleitet haben. Danach wurde gegessen – Es war klar: Heute wird ein besonderer Tag und wir sollten uns gut stärken und darauf vorbereiten.

Es gab Müsli, Cornflakes, Brötchen, verschieden Brotsorten, diverses Obst, Rührei und Porridge – für jeden war etwas dabei. (Großes Lob nochmal an unserer Küchenteam, wir sind dieses Wochenende wirklich nicht verhungert.)

Einige Zeit später sind Meikel, Shelly und Falko für einige Zeit verschwunden und haben etwas „vorbereitet“. Die Sipplinge hatten keine Ahnung wo genau sie hinwaren. Als sie wieder zurückkamen klärte sich das ganze schnell auf. Sie hatten den Postenlauf für die Aufnahme der Sipplinge als Jungpfadfinder bzw. Becki als Pfadfinderin vorbereitet. Alle sollten sich warm und festes Schuhwerk anziehen und wurden noch zur ersten Station begleitet und durften von dort den Weg alleine laufen. Unterwegs waren an verschiedenen Stationen die blauen Halstücher und Textzettel befestigt. Jeder befasste sich mit einer Thematik, wie z. B. nochmal dem Leben in der Natur, dem Leben als Pfadfinder, dem Jungpfadfinder-/Pfadfinderversprechen oder final ein Blatt mit Informationen zur Kothe und einer Sippen/Aufnahmeprüfung: Dem alleinigen Aufbau einer Kohte. Während des Aufbaus waren Meikel und Shelly noch ein zweites beim REWE nochmal wenige Dinge einkaufen, die noch benötigt wurden bzw. schon groß verbraucht wurden. Falko blieb solange im Hof und ging irgendwann nach dem Stand der Kohte schauen. Hier musste er feststellen, dass bereits das Kohtenkreuz gebaut und sauber zusammengeknotet wurde. Auch wurden gute Kohtenstangen ausgewählt und die Kohte Stück für Stück aufgebaut. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Als unsere beiden Einkäufer wiederkamen konnten sie eine (fast) perfekte Kohte bewundern, in der nach ein paar kurzen Tipps von Shelly auch problemlos hätte geschlafen werden können!

Nachmittags gab es noch Kekse und Obst zum snacken und es wurden u. A. Kartenspiele gespielt, gelacht, eine modifizierte Version von British Bulldog auf dem Spielplatz gespielt (mit wenigen Verletzten), rumgealbert, gesungen und Gitarre gespielt bis es dann Abends nochmal spannend wurde. Nachdem es endlich stockdunkel war kam irgendwann die Anweisung, dass sich alle in Kluft draußen treffen. Es wurden Fackeln ausgeteilt und der Banner sowie Liederbücher mussten mit. Dann wurde verkündet, dass wir nun einen Schweigemarsch machen. Bis zum Ziel sollte jeder leise sein und einfach mit sich selbst bzw. wenn er möchte mit seiner Pfadfinderidentität und seinem Bezug und seiner Verbundenheit zu Gott auseinandersetzen. Am Ziel angekommen wurde ein Kreis gebildet, welcher durch die Fackeln die jeder trug ausgeleuchtet wurden.

Es wurden durch Shelly, Meikel und Falko einige Worte gesagt, Bibelverse vorgelesen und Lieder gesungen. Und dann kam der spannende und erwartete Moment. Die feierliche Aufnahme in die Stände der Jungpfadfinder bzw. bei Becky in den Stand der Pfadfinderin. Jeder wurde nacheinander aufgerufen und für jeden wurden durch Meikel, Shelly und Falko einige Sätze gesagt. Danach durfte jeder das für seinen Stand vorgesehene Versprechen ablegen und der Stammesführer nahm die Person in den Stand auf und überreichte das heißbegehrte blaue Halstuch, welches die Pfadfindertracht, unsere Kluft, komplettierte. Nun waren sie also „vollwertige“ Pfadfinder, mit allen Rechten und Pflichten.:love:8) (Hier nochmal ein Hinweis: Wir waren wirklich unglaublich Stolz auf euch!)

Zurück im Bundeshof wurde auf dem Platz ein Feuer gemacht. Irgendwann sollten sich alle Pfadfinder noch einmal an der Wand versammeln. Meikel, Shelly und Falko gingen schnell in die Großküche und kamen plötzlich mit größen Schüsseln voll kaltem Wasser angerannt. Die (unerwartete) Taufe überraschte die Jugendlichen und sie hatten keine Chance dem Wasser zu entrinnen. Nachdem die Taufe beendet war und sich jeder trockene Kleidung anziehen konnte, setzen wir uns zum Wärmen ans Lagerfeuer. Shelly hatte zwischenzeitig unser Pfadfindergetränk, den legendären leckeren Tschai (Tee aus Obstsaft, Tee, Nelken u. weiteren Gewürzen/Zutaten), zubereitet. Den haben wir dann zusammen am Lagerfeuer getrunken, während einige u. A. Trissi sich Marshmallows geröstet haben. Währenddessen haben wir noch einige Pfadfinderlieder am Feuer gesungen, Falko und Shelly haben uns hierzu wieder begleitet. Auch wenn sich die Gitarren aufgrund der neuen Saiten bei der Kälte ständig verstimmt haben und wir immer nachstimmen mussten, hatten wir unendlich viel Spaß und haben den Hof doch gut beschallt. Wir freuen uns, wenn es noch besser wird, wenn wir erstmal alle mehr Lieder kennen und textsicherer werden. Derzeit ist nur Shelly hier unsere Expertin. Im Lauf des Abends wurde der Kreis immer kleiner, einige sind hineingegangen um nochmal etwas zu essen oder um drinnen Karten zu spielen oder sich aufzuhalten. Gegen Mitternacht sind dann die ersten Betten bezogen worden. Falko, Shelly und Meikel haben sich bereits erklärt die erste Feuerwache zu übernehmen. Becky schloss sich an und nutze die Zeit um noch etwas Biologie für Ihre Abiturprüfung zu lernen. Shelly nutze die Gelegenheit um in der Küche auf der Bank zu schlafen. 8o


Gegen halb drei wurde dann die zweite Nachwache geweckt. Hierzu wurden selbstverständlich die lautesten Schnarcher ausgewählt, Falko und Meikel wollten ja schließlich auch mal zur Ruhe kommen 8o^^. Nachdem Michi nicht wachzukriegen war und keine Lust hatte, sind zumindest Erik und Trissi mitgekommen. Michi kam irgendwann nach. Meikel ist dann irgendwann ins Bett, während Falko, Becky und die Jungs noch weiter Karten gespielt haben. Irgendwann sind aber auch Falko und Becky schlafen gegangen und die Jungs haben auf die Feuer aufgepasst. Das hat auch gut geklappt – als wir am nächsten Morgen aufwachten, war es bullig warm im Raum und die Luft zum Schneiden. Schnell war klar: Die Duschen sind unsere Freunde!

Danach wurde erstmal wieder mehr als ausgiebig gefrühstückt. Unser Küchenteam meinte es wie schon erwähnt wirklich gut mit uns… Nach der Morgenroutine wurden dann Aufgaben verteilt. Hierzu hat der Bundeshof kleine Kärtchen gehabt, auf denen einzelne zu erledigende Dinge aufgeführt sind. Wie beispielsweise das Reinigen der einzelnen Räume, der Sanitäranlagen, der Küche oder Entleeren der Kamine. Jeder hat eine Karte gezogen und konnte so seinen Beitrag leisten. Meikel und Falko hatten irgendwann noch ein Thing des Gaues, an welchem sie aus der Küche teilgenommen haben, während Shelly ebenfalls anwesend und Becky in der Küche tätig war. Die Jungs wünschten sich noch einmal allein wandern zu gehen um u. A. eines der Gipfelkreuze zu besichtigen – das taten sie auch und kamen selbstverständlich vollständig und heile wieder an. Dann wurde das Gepäck verladen, sodass die letzten Aufgaben, wie das Staubsaugen und Wischen von Gruppenraum, Flur und Küche erledigt werden konnten. Dann ging es schweren Herzens und mit ein bisschen Wehmut wieder mit unserem kleinem „Partybus“ nach Hause. Dort kamen wir kurz nach 21 Uhr an, es wurde ausgeladen, der Bus gereinigt und eine schnelle Feedbackrunde durchgeführt. Dann endete die erste Fahrt des Neuanfangs „Graf von Hajo“ selbstverständlich mit unserem Lied und unserer Losung „Allzeit Bereit“.

Gut Pfad

Falko

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